Gewächshaus und Gewächshausheizung
Wer die Preise für ein Gewächshaus im Baumarkt oder Fachhandel kennt weiß wie teuer ein gutes Modell ist. Ob ein einfaches Anlehngewächshaus oder ein Glashaus. Wer dann genauer hinschaut sieht recht schnell wie klapprig und wackelig so ein Gewächshaus ist. Die Stegplatten sind selbst bei den teureren Modellen nur 6 mm stark, sie werden nur mit windigen Klammern vor dem Herausfallen gehalten. Ein stabiles Fundament ist meist extra, kostet nicht wenig und von stabil ist meist nicht zu sprechen. So haben wir uns das auch Gedacht und ein Gewächshaus selber gebaut, stabil, langlebig und praktisch. Die Modelle die wir kennen sind alle zu niedrig, der Hitzestau ist im Sommer enorm.
Man sollte noch kurz erwähnen, daß eine gute und zuverlässige Gewächshausheizung Pflicht ist. Vor allem im Frühjahr, wenn noch Frost kommen kann. Dafür hat sich die Petroleum Gewächshausheizung sehr bewährt. Braucht man sich ein paar Tage lang gar nicht darum zu kümmern und die Pflanzen sind schön warm geschützt vor Frost. Auch ist kein Stromanschluss notwendig. Das spart zusätzlich Geld und ist dazu noch sehr sicher, vor allem, weil es in einem Gewächshaus feucht ist. Da noch mit Strom zu arbeiten ist nicht zu empfehlen. Da elektrische Heizungen auch noch sehr viel Watt brauchen, meistens über 3000 Watt ist auch eine Gewächshausheizung mit Solarmodulen noch nicht wirtschaftlich und in keiner Weise zu realisieren, bzw. nicht zu bezahlen.
Unser Gewächshaus hat wegen der einfachen Konstruktion ein Pultdach, beim Eingang ist es 3 Meter hoch, auf der Rückseite immer noch gut über 2 Meter. Vorne sind Schiebefenster, die Türe zum lüften, hinten ein Fenster zum Kippen. Das hat sich über die Jahre als optimal herausgestellt. Die Pflanzen sind in einem Hochbeet untergebracht, schwere Holzbohlen halten die Erde. Damit spart man sich den Erdaustausch, man muss sowieso die richtige Erde auffüllen. Das Pflanzen und Unkrautjäten fällt dafür viel leichter, man muss sich kaum mehr bücken. Zur Konstruktion, das Gewächshaus ist aus Vierkantrohren zusammengeschweißt, 4 Teile jede Wand einzeln. Das Vierkantrohr hat die Maße 40x40 mm, 2 mm Wandstärke reichen.
Am Vorder- und Hinterteil sind Winkel angeschweißt damit werden die 4 Seiten verschraubt. Die Länge und Breite richtet sich nach den Ansprüchen, beachten sie jedoch die Breite der Stegplatten, sie sind knapp einen Meter breit, nach diesem Maß sollten sie die breite der Felder festlegen. Damit brauchen sie die durchsichtigen Platten nur in der Länge zuschneiden. Die Fenster sind in der Höhe einmal Unterteilt, damit ist die Hohlkammerplatte am Ende stabiler. Das Dach sollte links wie rechts ein paar Zentimeter überschauen, 3 Platten nebeneinander ergibt nicht ganz 3 Meter, das Haus wird also 2,80 Meter breit. In die Fenster wird von außen ein Rahmen aus 15x15 mm Rechteckrohr eingeschweißt, ein weiterer Rahmen aus 15x15mm Winkeleisen wird später von Innen gegen die Stegplatten am Rahmen vernietet. Für die Tür und das Kippfenster hinten verwenden wir einen Extra Rahmen, der muss mit ordentlich Spiel in das Vorder- oder Hinterteil passen. 15 mm Spiel sind dabei in Ordnung. An den Vorder- und Hinterteil wird ein Flacheisen als Anschlag für Fenster und Tür angeschweißt.
Als Scharniere verwenden wir stabile einfache Scharniere aus Edelstahl. Nach dem Verzinken werden diese mit 5 mm Nieten angebracht. Jetzt fehlen noch die beiden Mittelstreben die das Dach in der Mitte abstützen. Diese werden vorbereitet mit Laschen versehen und gebohrt damit nach dem Verzinken nur noch die kleinen Nietlöcher gebohrt werden müssen. Vor dem Verzinken das Gewächshaus aufbauen, die durchsichtigen Platten müssen aber noch nicht rein, das Dach ebenfalls nicht. Wenn alles passt, zerlegen und verzinken lassen. Entlüftungslöcher nicht vergessen damit alles außen und innen gut verzinkt wird. Jetzt kann alles montiert werden, die Seitenscheiben, das Dach, die Dachrinne, Fenster zum Kippen, die Türe. Die Schiebefenster sind Stegplatten die einfach in einem Falz laufen. Wer möchte kann das Gewächshaus jetzt noch grün Streichen, ist doch schöner so. Mit schweren Holzbohlen kann jetzt noch das Hochbeet gebaut werden. Der Frühling kann kommen, die ersten Pflanzen wie Tomate oder Gurke warten schon.