Bevor wir die Hinterachse fertigen müssen noch die Felgen Bierkistentauglich überarbeitet werden. Zuerst werden die Felgen zerlegt und die Schweißnaht vom Lagerrohr zur Blechfelge verstärkt.
Das heißt eine schöne dicke stabile Naht drüberziehen. Die alten Lager werden entfernt und bei den Vorderrädern durch die neuen 17x35 mm Kugellager ersetzt. Zwischen den Kugellagern muss ein Rohr mit Innendurchmesser größer 17mm eingebaut werden. Das überträgt die Kraft beim Anziehen der Vorderräder vom Innenring des äußeren Kugellagers zum Innenring des inneren Kugellagers auf die Achsschenkel. Damit können die Räder fest angezogen werden und die Kugellager laufen spannungsfrei. Bei den beiden hinteren Felgen muss ein Rohr eingeschweißt werden. Dazu wird zuerst die Felge auf der Drehmaschine aufgenommen und der Innendurchmesser auf 35mm wie der Lagersitz nur durchgehend ausgedreht. Dann brauchen wir 2x eine Welle mit 35mm Durchmesser, 95mm Lang und 2x 20mm Lang. Die werden aufgebohrt auf Durchmesser 20H8 und je auf einer Seite kräftig angefasst zum zusammenschweißen. In die beiden kurzen Stücke
wird die 6mm breite Keilnut geräumt. Diese nimmt dann das Rad formschlüssig auf der Antriebsachse mit. Jetzt wird das Lange und Kurze Stück auf eine 20er Welle gesteckt und zusammengeschweißt, danach wird die Schweißnaht bündig überdreht. Diese Arbeit kann man sich sparen wenn man in der Lage ist eine 115mm lange Keilnut herzustellen. Das hergestellte Rohr kann nun in die Felge gesteckt und auf der Außenseite mit 10mm Überstand (damit man schön schweißen kann) innen und außen verschweißt. Durch das 115mm lange Rohr wird die Spur verbreitert, und wir rücken mit dem Reifen etwas weiter vom Lager weg. Wir haben bei unserer Bierkiste in die Hinterfelgen noch 20mm Breite Scheiben verbaut, damit wird die Felge breiter und der Reifen schaut „fetter“ aus.