Anfang der 50er Jahre, kurz nach dem Krieg gab es in Deutschland unzählige Motorradhersteller. In den verschiedenen Motorrad Zentren wie München, Nürnberg oder Bielefeld waren ein Großteil der Hersteller angesiedelt.
Rabeneick hatte seinen Standort in Brackwede bei Bielefeld, baute dort Fahrräder und Motorräder. Der Firmengründer war August Rabeneick, 1930 begann er mit dem Bau von Fahrradteilen,
ab 1935 wurden auch ganze Fahrräder gefertigt. Die Motorradproduktion begann erst nach dem Krieg 1948. Rabeneicks erstes Modell war das Motorfahrrad „LM 100“. Es war mit dem 98er Sachs Motor ausgestattet. Ein ähnliches Modell mit Kickstarter war die „KM 100“ mit 98er ILO Motor. 1950 führte Rabeineick die SM Klasse ein, der Einstieg erfolgte mit der SM 125 mit 125er ILO Motor mit 5,4 PS. Die SM 150 hatte einen Sachs Motor mit 6 PS und Teleskopgabe. Das stärkste Modell von Rabeneick war 1951/52 die SM 250/2. Die Maschine hatte den ILO Twin verbaut mit 11PS. Die stärkste von Rabeneick in Serie gebaute Maschine war die F 250/2 mit ILO Twin und 15 PS. Die GM 175/4 welche wir besitzen wurde ab 1953 bis 1955 gebaut. Sie hat einen ILO – Motor mit 8,2 PS und einem 4 – Gang Getriebe. Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.