Bis wir den Aufbau wieder bekommen vergeht eine Woche, in der Zwischenzeit haben wir die Bremsen überholt. Die Felgen abgebaut, und die Bremstrommeln abgezogen. Die Bremsseile ausgehängt und neu geschmiert.
Die Auflaufbremse wurde ebenfalls abgeschmiert. Die Bremse wurde jetzt neu eingestellt. Die Bremsseile eingehängt und soweit gelockert das die Bremsbacken in der Trommel ganz zusammen sind. Jetzt werden die Bremstrommeln angebaut, der Auflaufweg ist noch viel zu lange, der Anhänger würde kaum bremsen. Die Bremse wird aber nicht an den Seilen eingestellt sondern an der Bremstrommel am Nachsteller. Der
Nachsteller spreizt gegenüber den Seilbetätigten Hebel die Bremsbacken auseinander. Hier kann man den Auflaufweg und die Links – Rechts Verteilung einstellen. Die exakte Links – Rechts Verteilung übernimmt dann der Ausgleich der auf die beiden Trommeln das Seil verteilt. Wenn jetzt der Anhänger fertig verzinkt ist kann er mit 12er Schrauben an die Achse montiert werden. Für die Bodenplatte gibt es eigentlich keine Alternative zur Multiplexplatte mit Siebdruckbeschichtung. Diese ist wasserfest verleimt, enorm stabil und durch die Beschichtung sehr widerstandsfähig. Die Stirnseiten der Platte haben wir zusätzlich noch mit Holzschutzmittel behandelt. Vor der Montage der Bodenplatte haben wir noch die Beleuchtung angebracht. Das Kabel und die Lichter waren noch gut und wurden montiert. Hier ist darauf zu achten dass die Licht rundum gut geschützt sind durch einen Hilfsrahmen und durch Rammschutz. Ansonsten hängen die Lichter bald nur noch zerschlagen am Kabel. Hinten wurde eine neue Verteilerdose aus dem Baumarkt verbaut. Jetzt kann die Bodenplatte mit 6er Schlossschrauben aus Edelstahl befestigt werden. Hier sollte man Selbstsichernde Muttern verwenden, die normalen haben sich schnell gelockert. Jetzt müssen wir den Hänger noch fit für den TÜV machen, wir brachen noch 3 seitliche orange Rückstrahler und 2 Unterlegkeile. Am Heck müssen 2 dreieckige Rückstrahler montiert sein. Der alte Fahrzeugbrief war vorhanden aber nicht mehr gültig. Wir mussten also einen neuen Fahrzeugbrief beantragen und beim TÜV war eine Vollabnahme notwendig. Das war aber kein Problem und da wir den alten Brief mit den Daten hatten auch kaum teurer als eine normale Hauptuntersuchung. Der neue Aufbau wurde kontrolliert und eingetragen. Ein Wiegeschein war notwendig um das Leergewicht eintragen zu können. Die Baywa hat eine Waage, hier haben wir einen bekommen. Bei der Zulassung bekamen wir dann die restlichen Stempel in den Brief und konnten fahren.