Hier können Sie nun einmal alles über das schöne Thema der Rohrzange nachlesen. Nichts ist so schön in
Mechanikerkreisen, als eine Rohrzange anzusetzen und die geballte Kraft zu spüren, die man mit diesem genialen Werkzeug ausüben kann. Viele Mechaniker und Heizungsinstallateure können auf dieses wichtige Werkzeug nicht mehr verzichten. Schon so manches Problem in der Arbeitswelt konnte mit der klassischen Rohrzange aus der Welt geschafft werden. Man kann über die Rohrzangen eigentlich regelrechte Bücher schreiben, aber hier beschränken wir uns auf die wichtigsten Themen.
Die Rohrzange wird hauptsächlich in der Industrie bei Anlagen und Hydraulik genutzt und vor allem im Sanitärbereich. Der Heizungsinstallateur zieht die vielen Muttern, Muffen und Stücke fest. Diese müssen dicht abschliessen um eine sichere Heizungsfunktion gewährleisten zu können. Dies ist vor allem mit der klassischen Rohrzange möglich. Durch die langen Zangenschenkel kommt eine sehr hohe Kraft zustande. Diese ist bei großen Muttern und Flanschen sehr wichtig. Große und grobe Gewinde sind nicht selbsthemmend und müssen mit großer Kraft angezogen werden. Damit, einfach gesagt, ein Aufdrehen durch Vibrationen und Schlägen oder Rumplern verhindert wird. Sie werden die unterschiedlichsten Ausführungen der Rohrzangen im Handel finden und fast alle erfüllen den gleichen Zweck.
Die Rohrzange heißt auch noch Schwedenzange und ist zum drehen von Rohren konstruiert worden. Diesen Zweck erfüllt die Rohrzange 2 mal, zum einem beim andrehen von Rohren und demontieren dergleichen. In der Sanitärinstallation und dem Heizungsbau sowie Lüftungsbau ist diese auch nicht mehr wegzudenken. Der Hebelmechanismus der Rohrzange ist selbstklemmend, sollte zumindest so sein, aber manche Spezialmechaniker nehmen zusätzlich noch Hebel und Verlängerungen zum Zuklemmen der Backen zu Hilfe, was aber unnötig ist. Die Rohrzange hat auch die Verzahnung nur in eine Richtung. Viele werden sich schon gefragt haben, warum das denn so ist. Es ist so, dass die Rohrzange nur in eine Richtung zu drehen ist. Wenn Sie in eine andere Richtung drehen müssen, muß die Zange umgekehrt werden. Nur somit ist eine Selbstklemmung möglich. Die Zange muß gedreht werden, wenn in die andere Richtung geschraubt wird.
Die Funktion der Rohrzange ist im Prinzip ganz einfach zu beschreiben. Mit Hilfe einer Rändelschraube wir die Schlüsselweite am unteren Schenkel einfach mal grob eingestellt. Durch das Zusammendrücken der Zangenschenkel werden die Backen der Rohrzange dann an die Schlüsselweite oder den Rohrdurchmesser angepresst und somit genau fixiert. Nun kann durch drehen der Rohrzange die Muffe, Mutter oder Rohr gedreht werden. Beim Endpunkt angelangt wird der Druck auf die Schenkel aufgehoben und nach unten geschwenkt. Dann wird der Druck wieder erhöht und nochmals nach oben gedreht. Das wird so oft wiederholt, bis der Gegenstand fest angedreht ist. Die Rohrzange lässt sich mit Hilfte der Rändelschraube auf verschiedene Durchmesser einstellen. Es gibt auch verschiedene Größen von Rohrzangen. Die gängisten sind die Maße 200-700mm in der Länge.
Die Backen können auch 2 unterschiedliche Größen haben. 90 Grad ist der Schwede und 45 Grad der Eckschwede oder auch Schrägschwede genannt. Die klassische Rohrzange wird auch Standardrohrzange genannt wobei es auch noch eine Unterart gibt die sich Einhandrohrzange nennen kann. Ähnlich wie bei einer Schraubzwinge mit verschiebbarem Schenkel, der auf Druck klemmt, kann die Schlüsselweite ohne Rändelschraube eingestellt werden.
Die Ausführung ist aber nicht ganz so stabil und robust wie die Standardrohrzange. Es ist immer wieder schön anzusehen, wie in so manchem Werkzeugkoffer vom Installateur eine uralte Rohrzange zu finden ist, die noch wie eine neue funktioniert. Da weiß man gleich dass das ein Qualitätsprodukt ist und keine minderwertige Ware wie sie manches mal im Handel zu kaufen ist. Rohrzangen kann man beim Fachhändler für Werkzeug kaufen oder einfach im Internet im Onlineshop kaufen. Auch bei Rohrzangen gibt es die unterschiedlichsten Qualitätsstufen und man sollte sich gleich eine gute kaufen. Die wird zwar ein wenig teurer sein als eine billige, aber man kann damit Profiarbeit leisten und hat keinen Stress, wenn das billige Ding mal seinen Geist aufgibt. Dann heißt der Gang zum Händler nur wieder Kosten und und und. Einmal hochwertig kaufen heißt bei Werkzeug nimmer kaufen. Denken Sie bitte daran.