Die Wasserpumpenzange ist wirklich ein Allroundwerkzeug. Sie sollte aber bei Muttern, die noch intakt sind nicht
dem Gabelschlüssel vorgezogenwerden. Dies wäre eine Zweckentfremdung im klassischen,lockeren Faulenzer Stiel. Die Wasserpumpenzange ist dann einzusetzen, wenn der Gabelschlüssel oder der Schraubendreher, sowie der Steckschlüssel nicht mehr greifen und ein Durchdrehen der Werkzeuge der Fall ist. Gerade bei Wasserpumpenzangen ist die Auswahl enorm groß, da es die unterschiedlichsten Bauarten und Qualitäten gibt. Im
Handel können die Wasserpumpen schon recht günstig gekauft werden. Das ist aber immer eine Sache des Stolzes des Handwerkers, der damit Arbeiten muß. Es gibt Wasserpumpenzangen aus sehr minderwertigen Werkstoffen, da ist eine ausgebrochene und verbogene Verzahnung vorprogrammiert. Auch die Mechanik der Wasserpumpenzange ist bei billiger produzierten Ausführungen sehr mangelhaft. Dadurch können selbstverständlich Verletzungen entstehen und auch die Arbeitsqualität leidet darunter. Dort, wo der Preis anfangs recht günstig ist, kann durch mehrmaliges Einkaufen von Werkzeug der Preis so werden, wie wenn man sich gleich ein hochwertiges Werkzeug gekauft hätte, aber der Ärger ist dann auch dementsprechend niedrig. Also gilt, bei Werkzeug immer auf Qualität setzen. Sie haben am Ende doch mehr davon.
Der Erfinder der Wasserpumpenzange ist ein Herr Johan Petter Johansson aus Schweden, genauer gesagt aus Enköping. Die schlaue Mann hat auch den Rollgabelschlüssel erfunden, auf den wir in einer anderen Seite noch kommen werden. Die Wasserpumpenzange sollte auch in keinem Fall mit der Rohrzange verwechselt werden. Beide sind unterschiedlicher Bauart und auch vom Einsatzzweck her unterschiedlich. Die klassische Wasserpumpenzange wird zum Aufdrehen von ausgeschlagenen Muttern, Schrauben und Muffen benutzt. Wenn der Gabelschlüssel nicht mehr greift kommt die Wasserpumpenzange zum Einsatz. Man kann sie entweder stufenlos oder auf mehrere Stufen verstellen, sodaß verschiedene Durchmesser eingestellt werden können. Das ist sehr praktisch, da man somit nicht mehrere Wasserpumpenzangen benötigt. Es gibt aber mehrere Grundgrößen an Wasserpumpenzangen zu kaufen. Je nach Einsatzbereich und Feinheit der anstehenden Arbeit. Gute Wasserpumpenzangen sind aus Stahl und wo dann auch ein Wille ist, die Mutter zu lösen, kann die Wasserpumpenzange extremen Belastungen standhalten. Die Backen der Zange haben meistens eine Verzahnung, damit diese sich in das Werkstück wie eine Mutter zum Beispiel hinein fressen können. Damit ist ein Abrutschen und ein sicherer Halt gewährleistet. Es gibt bei den Wasserpumpenzangen verschiedene Einstellmechanismen, die Vorteile und Nachteile haben. Auch hat sich der Griff mit Kunststoffüberzug bewährt. Es ist Garant für einen sicheren Halt, auch bei öligen Händen und es gibt sogar Griffe, die bei Elektrischen Arbeiten gegen ein Durchschlagen der Spannung geschützt sind. Sozusagen schutzisoliert.
Was sie beim Kauf von Wasserpumpenzangen beachten sollten:
Achten Sie auf Qualität. Diese macht sich vor allem bemerkbar, wenn Sie auf Namhafte Hersteller von Wasserpumpenzangen achten. Das Spiel der Mechanik sollte nicht zu groß und doppelte Führungen haben. Der Griff sollte fest auf die Schenkel gegossen sein. Nur so ist ein dauerhafter Halt der Griffe gewährleistet. Die Größe der Wasserpumpenzange ist bei Schlosserarbeiten und im Kfz Bereich meistens bei 250 mm anzusetzen. Es gibt für feine Arbeiten kleinere Wasserpumpenzangen und größere für grobe Arbeiten. Mit der 250 mm Zange kann man im Idealfall Muttern von M3 bis M30 greifen. Bei so großen Muttern ist aber eine größere Zange schon aus Stabilitätsgründen vorzuziehen. Auch zum halten von heißen Eisenteilen und Werkstücken zum Beispiel beim Schweißen oder Löten ist die Wasserpumpenzange ideal. Sie verbrennen sich somit nicht so leicht die Finger. Im Fachhandel können sie gute Wasserpumpenzangen jederzeit kaufen. Der Preis ist zwar höher, aber Qualität hat eben seinen Preis.
Ihren Namen hat die Wasserpumpenzange aus dem Kfz Bereich, wo Sie damals speziell für das Anziehen von sogenannten Stopfbuchsen an Wasserpumpen gebraucht wurde. Diese Zange ist auch eine der am weitesten verbreiteten Zangenarten überhaupt und wird ständig ausgebaut und mit neuen Verstellmechanismen versehen. Eine ähnliche Art der Wasserpumpenzange ist der Zangenschlüssel, der glatte Backen hat und vor allem in allen Positionen eine parallele Schlüsselweite verkörpert. Daher ist er mit einem verstellbaren Gabelschlüssel vergleichbar, nur die Mechanik ist anders gestaltet. Gute Zangenteile werden übrigens immer im Gesenk geschmiedet. Das erhöht die Festigkeit der Bauteile immens.