Die Firma Wanderer war ein bedeutender Hersteller von Fahrrädern, Motorrädern, Autos und Lieferwagen. Heute ist die Wanderer-Werke AG eine Finanzholding ohne eigenen Geschäftsbetrieb. Die Gründung des Unternehmens durch Johann Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke geht in das Jahr 1885 zurück.
Das Unternehmen wurde in Chemnitz ins Handelsregister als „Chemnitzer Velociped-Depôt Winklhofer & Jaenicke“ zum Verkauf und zur Reparatur von Fahrrädern eingetragen.
Es wurden auch einige Hochräder bereits selbst gefertigt. Um 1894 wurde in Schönau bei Chemnitz ein eigenes Werk für die Produktion von Fahrrädern aufgebaut. Um 1900 war Wanderer zu einen bedeutendem Unternehmen in der Fahrradproduktion in Deutschland geworden. Das erste Motorrad wurde 1902 gebaut, 1905 der erste Prototyp für ein Automobil, das Wanderermobil. Darauf folgten weiter schwere Motorräder bis 1931 auf Druck der Dresdner Bank, bei der Wanderer mit 5 Mio. Reichsmark verschuldet war die Lizenzen der schweren Motorräder an den tschechischen Ingenieur Dr. Fr. Janacek. Der gründete die Firma JAWA in Anlehnung an Janacek Wanderer. Auf weiteren Druck der Dresdner Bank schloss Wanderer mit der Sächsischen Landesbank einen Kauf und Pachtvertrag über das Automobilwerk in Sigmar. Damit ging Wanderer in der Auto Union welche auf bestreben der Sächsischen Landesbank 1932 gegründet wurde. 1931 Zunächst aus dem Verbund von Audi – DKW – Horch welche alle in finanziellen Nöten von der Bank zur Gründung der neuen Gesellschaft gedrängt wurden. 1932 kam Wanderer hinzu, die Vier verschlungenen Ringe symbolisieren den Zusammenschluss der Unternehmen. Die einzelnen Markennamen wurden beibehalten, sie standen für den jeweiligen Fahrzeugtyp, einfache, sportliche, luxuriöse oder mittelklasse Wagen.
Nach dem Krieg wurden die Werke welche in der sowjetischen Besatzungszone lagen per Volksentscheid verstaatlicht, das Auto Union und Wanderer Werk wurde abgebaut und in der Sowjetunion als Reparaturleistung wieder aufgebaut. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in München wurden die heutigen Wanderer-Werke AG gegründet. Ab 1949 wurde wieder mit Mopeds und Fahrräder der Marke Meister gehandelt, eine eigene Auto- oder Motorradproduktion gab es nicht mehr.