Es sollte also ein neuer Aufbau auf einen alten Wohnanhänger draufgebaut werden. Als erstes wurde der Wohnanhänger abgeplündert und die Aluhaut zum Alteisenhändler gebracht. Der war durchaus spendabel, wir bekamen für das bisschen Alublech 80€.
Die Rücklichter und den Kabelstrang haben wir sorgfältig abmontiert und aufbewahrt. Am Schluss stand nur noch die Achse und die Zugeinrichtung da. Jetzt konnten wir die Aufnahmebohrungen messen und den Plan für den Aufbau festlegen.
Um den Hänger im Gleichgewicht zu bauen muss die Platte 4300 mm lang werden, die Zugdeichsel sollte nochmals 1700 mm zusätzlich nach vorne ragen. Unser Ziel war es einen möglichst leichten Aufbau herzustellen und mit der Gesamtlänge unter 6m zu bleiben. Ab 6m bracht der Anhänger vorne und hinten seitliche Begrenzungsleuchten. Normale Anhänger im Serienbau sind mit Z- oder U Profilen durchgehend von vorne bis hinten zur Lastaufnahme konzipiert. Die Profile biegen die Hersteller selbst und sind bis 200 mm hoch je nach Länge des Hängers. Diese Möglichkeit hatten wir nicht also haben wir uns für einen Gitterrohrrahmen entschieden. Er soll aus Rechteckrohr bestehen, 60 x 40 x 1,5 mm. Der Aufbau soll nach dem Schweißen feuerverzinkt werden. Deshalb musste schon in der Planphase der genauen Positionen der Streben und Abstützungen für die
Bodenplatte festgelegt werden. Wo es möglich war wurde der Rahmen auf Gärung zusammengefügt, bei den Stützen mussten aber Löcher mit 13mm gebohrt werden damit später das Zink auch Innen überall hinkommt. Die Rechteckrohre wurden auf Länge geschnitten und die Befestigungslöcher und Durchlauflöcher wurden gebohrt. Vorne und Hinten am Hänger wurden 17mm Löcher für den Zinkdurchfluss gewählt. Die Befestigungslöcher zum anschrauben an der Achse wurden durch ein eingeschweißtes Rohr verstärkt, weil sich das dünnwandige Rechteckrohr ansonsten beim Anziehen der M12er Schrauben stark verbiegen würde. Zusätzlich müssen noch Löcher für die Bodenplatte gebohrt werden. Jetzt konnte der Rahmen verschweißt werden. Vorne und hinten wurden noch Winkeleisen eingeschweißt welche die Bodenplatte abstützen. Vor dem Verzinken haben wir den Aufbau auf die Achse gehoben um zu testen ob die Befestigungslöcher genau passen. Wir haben die Halterung für das Rücklicht später aus Edelstahl gefertigt und mit 6er Nieten angenietet. Hier kann man auch schon vor dem verzinken eine Stahlkonstruktion anschweißen. Jetzt kann der Aufbau zur Verzinkerei gehen.