Rabeneick GM 175

Die Rabeneick GM 175 als Oldtimer Motorrad

 

Anfang der 50er Jahre, kurz nach dem Krieg gab es in Deutschland unzählige Motorradhersteller. In den verschiedenen Motorrad Zentren wie München, Nürnberg oder Bielefeld waren ein Großteil der Hersteller angesiedelt. Dort wurde auch die Rabeneick GM 175 gebaut.

Rabeneick hatte seinen Standort in Brackwede bei Bielefeld, baute dort Fahrräder und Motorräder. Der Firmengründer war August Rabeneick, 1930 begann er mit dem Bau von Fahrradteilen, Rabeneick Motor ab 1935 wurden auch ganze Fahrräder gefertigt. Die Motorradproduktion begann erst nach dem Krieg 1948. Rabeneicks erstes Modell war das Motorfahrrad „LM 100“. Es war mit dem 98er Sachs Motor ausgestattet. Ein ähnliches Modell mit Kickstarter war die „KM 100“ mit 98er ILO Motor. 1950 führte Rabeineick die SM Klasse ein, der Einstieg erfolgte mit der SM 125 mit 125er ILO Motor mit 5,4 PS. Die SM 150 hatte einen Sachs Motor mit 6 PS und Teleskopgabel. Das stärkste Modell von Rabeneick war 1951/52 die SM 250/2. Die Maschine hatte den ILO Twin verbaut mit 11PS. Die stärkste von Rabeneick in Serie gebaute Maschine war die F 250/2 mit ILO Twin und 15 PS. Die GM 175/4 welche wir besitzen wurde ab 1953 bis 1955 gebaut. Sie hat einen ILO – Motor mit 8,2 PS und einem 4 – Gang Getriebe. Höchstgeschwindigkeit 80 km/h.

 

So kamen wir zu unserer Rabeneick GM 175

Wir waren auf der Suche nach einem alten kleinen Zweitakter aus längst vergangenen Zeiten, für ein bezahlbares Geld. Wichtig bei einer solchen Anschaffung ist der Zustand. Etwas Rost, neu mit der Spraydose lackierte Kotflügel oder ein paar kleine Dellen machen dabei nichts. Es sei den die Maschine soll nicht restauriert werden, kostet dann aber deutlich mehr. Wichtig ist die Vollständigkeit der Maschine. Bei einer BMW bekommt man Tankembleme, bei einer Rabeneick nicht. Auf alle Embleme, komplette Beleuchtung, Lampe, Tacho Kotflügel mit Emblemen, original Lenkerarmaturen usw. besonders achten. Die Motoren waren sehr robust, unsere Maschine hat über 40 000 km auf der Uhr und läuft Problemlos. Es wurden nur die 4 Kupplungslammelen gewechselt, die alten waren verschlissen. Die neuen Lammelen sind 5mm stark, die alten hatten nur noch 3mm. Auf Empfehlung eines erfahrenen Restaurators wurde auch die Zündspule gegen eine neue getauscht, die alten Zündspulen die im Motorgehäuse verbaut sind sollen bei längeren Touren durch Hitze oft schlapp machen. Wir sind mit der alten Zündspule keine weite Strecke gefahren, nur eine Runde im Hof gedreht. Die neue läuft allerdings absolut Problemlos. Die Lackierung des Rahmens war noch in Ordnung, deshalb wurde die Rabeneick nicht komplett zerlegt. Der Fahrersattel war zerrissen es musste eine neue Satteldecke aufgezogen werden. Kleinteile wie Sattelgestell, Batteriekasten wurden pulverbeschichtet. Die Blechteile wie Lampe, Kotflügel, Felgen oder Kettenschutz wurden gestrahlt und neu Lackiert. Die Linierung trug ein erfahrener Porzelanmaler auf, frei Hand natürlich. An der Hinterradachse war an einer Aufnahme das Gewinde kaputt, hier wurde eine neue gedreht. Die beiden Aluhülsen an der Telegabel waren verbogen, die mussten durch neue ersetzt werden. Zum kaufen gibt’s so was leider nicht, deshalb wurden 2 neue Hülsen gedreht und Eloxiert. Die beiden Schalldämpfer wurden zerlegt, gestrahlt und mit hitzebständigem schwarzen Auspuff Lack lackiert. Die Krümmer, Schalthebel, Kickstarter und ein paar Kleinteile wurden neu verchromt. Die Felgen sind schwarz lackiert und weiß liniert worden. Die Naben wurden überarbeitet und schließlich wurden die Felgen neu eingespeicht. So ist eine sehr schöne wenn auch nicht perfekte Rabeneick GM 175, als Oldtimer Motorrad entstanden.

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